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Endlich: Das MZEB nimmt seine Arbeit auf!

Noch in der Juni-Sitzung des AK Bremer Protest haben wir besprochen, wie wir noch effektiver auf die Verwirklichung des Medizinischen Zentrums für Erwachsene mit geistiger und schwerst-mehrfacher Behinderung  (MZEB) hinwirken können. Wiederholt hat es dazu Anträge des AK Protest und der AG SelbstAktiv im Bremer Behindertenparlament gegeben, die LAGS, besonders der langjährige Vorsitzende Dieter Stegmann, unsere Gremienvertreter*innen und der Landesbehindertenbeauftragte haben sich immer wieder kraftvoll für die Inbetriebnahme des MZEB eingesetzt.

Doch plötzlich geschah dies: In einer Video-Sitzung der AG Gesundheit und Pflege zum Landesaktionsplan zur Umsetzung der UN-BRK fragte der neue LAGS-Vorsitzende und AK-Protest-Sprecher Jürgen Karbe wieder mal nach dem aktuellen Stand. Die Antwort war so überraschend wie erfreulich zugleich: Das MZEB wird voraussichtlich ab August die ersten Patientinnen und Patienten erwarten. Das erklärte Dr. Burkhard Mehl, früherer Leiter des Sozialpädiatrischen Instituts am Klinikum Bremen-Mitte und maßgeblich an der Vorbereitung des MZEB beteiligt, verbindlich den Teilnehmenden.

Angesiedelt wird das MZEB im 2. Stock des Hauses 6 (ehemaliges „Bettenhaus“) auf dem Gelände des Klinikum Bremen-Mitte an der St.-Jürgen-Straße. Im Juli werden die internen Voraussetzungen für die Behandlung von Patient*innen konkret vorbereitet. Dazu gehören die Vervollständigung des Teams (z.B. Besetzung der Stelle für Neurologie), abschließende Klärung der Räumlichkeiten und der Einrichtung, Schulungen in der  Verwaltungs- und Dokumentationssoftware, Erstellung von Formularen, interne Abstimmungen über die Durchführung von Untersuchungen und einiges mehr. Zu diesen Punkten wurden auch im Vorfeld bereits wesentliche Voraussetzungen geschaffen. Im August 2021 eröffnet das MZEB. Das Zentrum wird langsam aufgebaut und sich im Laufe der Jahre weiterentwickeln. Hier wird man schauen, wie die Bedarfe sein werden. Herr Dr. Mehl brachte auch den Vorschlag für eine Art Beirat ins Gespräch, der die weitere Entwicklung begleiten könnte. Gleichzeitig ist eine Informationskampagne für die niedergelassenen Ärzte als überweisende Stellen für die Patient*innen vorgesehen. Auch eine Homepage und Infomaterial soll es geben. Entsprechende Informationen an die Träger der Teilhabe von Menschen mit Behinderungen sowie die Selbsthilfeverbände sind in Vorbereitung. Ab August, so Dr. Mehl, sollten voraussichtlich alle Vorarbeiten abgeschlossen sein, damit das MZEB die ersten Patient*innen erwarten kann, um somit die niedergelassenen Ärzte bei der Behandlung von Menschen mit geistigen und schwerst-mehrfachen Behinderungen zu unterstützen. Auch die Organisation eines Ortstermins ist angedacht. Genaue offizielle Bekanntmachungen wird es noch geben.

Wir danken ganz besonders Herrn Dr. Burkhard Mehl und allen, die sich seit Jahren für die Verwirklichung des MZEB einsetzen dafür, dass diese wichtige Institution endlich Realität wird! Wir Behindertenverbände werden den Start und die Arbeit dieser Institution gern nach besten Kräften unterstützen.

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