Antrag 9 (Hilfe von Erfahrenen in seelischer Not): Orte zum Durchatmen in schweren Zeiten
Die 30. Bürgerschaft behinderter Menschen fordert:
- Ein Zufluchtsort für die Seele
Bremen soll eine Anlaufstelle mit zwei Krisenzimmern einrichten.
Dort können Menschen in seelischer Not Hilfe finden.
So lassen sich Klinikaufenthalte vermeiden. - Hilfe ohne Zwang
Die Hilfe soll freiwillig sein.
Niemand darf zu Medikamenten oder Therapien gezwungen werden.
Jede Person darf kommen. Auch ohne Diagnose, Krankenkasse oder festen Wohnsitz.
Der Aufenthalt ist kostenlos. - Wohnliche Rückzugsräume
Die Zimmer sollen gemütlich sein – nicht wie in einer Klinik.
Sie sollen barrierefrei sein.
Menschen dürfen dort bis zu drei Monate bleiben.
Auch eine spontane Übernachtung auf dem Sofa soll möglich sein. - Betroffene gestalten mit
Menschen mit eigener Krise-Erfahrung sollen das Projekt mitgestalten.
Sie arbeiten dort als Peers.
Das stärkt Selbsthilfe und Selbstbestimmung.
Es geht nicht um Diagnosen – sondern um echte Unterstützung. - Schutz für alle
Der Ort ist besonders wichtig für Menschen ohne Hilfe, für Wohnungslose und für Menschen mit Fluchtgeschichte.
Die Anlaufstelle ist ein sicherer Ort.
Dort gibt es keinen Platz für Diskriminierung.
Beschlussvorschlag der Fraktion: LVPE Bremen. Alex Meyer
